SCHNEE!

Der Sturm ist weiter gezogen und hat auf dem höchsten Berg Spaniens Schnee hinterlassen!

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Außerdem hat der Sturm ein paar der kleinen Orangen und 2 Mangos vom Baum geschmissen. Während die Mangos noch reifen müssen, haben wir aus den Orangen frisch gepressten Saft gemacht… Alter Schwede – so gut schmeckt einfach nur Saft aus dem eigenen Garten.

Orangen

Der Avocadosturm

Im Moment zieht ein Sturm über die Kanaren und sorgt für viel Aufregung. Alarmstufe Rot wurde auf mehreren Inseln ausgerufen. Die Rathäuser und Schulen bleiben geschlossen, auf La Palma ist flächendeckend der Strom ausgefallen und im eigentlich sonnigen Süden Teneriffas ist landunter – Keller und Garagen stehen unter Wasser und mehrere Landstraßen sind wegen über Schwemmung gesperrt. Flüge wurden gestrichen. In dem Hotel Parador, das am höchsten gelegene Hotel der Insel (gut 2500 Meter über dem Meer) sind seit Dienstag Mitarbeiter und Angestellte eingeschlossen. Auf Madeira sind Schiffe aufgelaufen und auf Gran Canaria wird eine russische Urlauberin vermisst, die trotz Warnung Baden gegangen war. Die Touristen sind dazu angehalten in den Hotels zu bleiben und auch wir haben es uns in unserem Haus gemütlich gemacht.

tropfen

Am Dienstag morgen hat es zu stürmen angefangen und seit dem regnet es immer wieder Bindfäden. Durch den starken Wind trocknete die Wäsche in einem trockenen Moment gestern innerhalb von einer halben Stunde.

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Der Sturm hat auch dem Avocadobaum unseres Nachbarn einigen Schaden hinzugefügt und viele Avocados abgerissen.

Avocadosturm

Reif sind sie leider noch nicht, sonst hätte es hier eine große Guacamole-Party gegeben. ;-)

Zwischendurch hat uns der Sturm gestern mit einem schönen Regenbogen belohnt. Regenbogen
Seit heute nacht gab es noch keinen trockenen Moment, es hat sich richtig eingeregnet und weder das Meer noch der Berg sind erkennbar.

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Blitzen und Donner – ein sehr seltenes Phänomen auf den Kanaren – begleiten den Sturm. Heute nacht soll es innerhalb von 6h 1.500 Blitze auf den Kanaren gegeben haben. Wir sind mit Kerzen bewaffnet und beobachten die Natur.

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Freitag soll der Sturm sein Ende finden. Zeit zum Spielen, Fotografieren, Lesen, Bloggen und Schlafen und dann können wir hoffentlich wieder raus. =)

Blauäugig und das ist auch gut so – dieses mal…

Das wir einen Teil der Elternzeit nicht im Berliner Alltagstrott verbringen wollen war schnell klar. Also haben wir uns ein sommerliches Ziel für die winterliche Zeit gesucht, Flug, Mietwagen und Haus gebucht und daran geglaubt, dass das alles schon funktionieren wird. Blauäugig sind wir davon ausgegangen, dass das mit dem neuen Erdenbürger schon passen wird: Wenn es den Eltern gut geht und man nicht gerade in ein Entwicklungsland oder Kriegsgebiet reist, dann wird es dem Baby dort auch gut gehen. Das war während der Schwangerschaft.

Urlaub in einem Hotel kam für uns nicht in Frage, also haben wir uns ein Ferienhaus gesucht, Hauptsache: mit Waschmaschine ausgestattet (ohne Waschen funktioniert es bei fast 3 Monat  nicht mehr) und mehr als einem Schlafzimmer, so dass jeder auch mal alleine durchschlafen kann, das waren unsere Anforderungen.

Durchaus blauäugig, das wissen wir jetzt. Wir haben wirklich viel Glück gehabt! Das Haus und die Lage sind für uns perfekt: groß, mit Garten und Terrassen, superausgestattete Küche, viele verwinkelte Räume, Blick auf Meer und Teide im Landesinneren, keine Bettenburgen und Partytouristen weit und breit, Internet inklusive, preislich wirklich gut, Supermarkt und Stadtzentrum fussläufig, sehr nette Vermieter, die auch mal mit einer Babywanne aushelfen (unverhofft kommt oft).

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Das Blauäugige: Wohnzimmer, Küche und Flur sind zwar getrennte Räume, haben aber keine schließbaren Türen und die Treppe, die vom Flur ins Untergeschoss führt, in dem sich die Schlafzimmer befinden, ist steil und kann für Krabbelkinder nicht gesichert werden. Unser Glück: Elli ist 4-Monate alt und vom Krabbeln noch weit entfernt und so liegen auch die ohne Kinderschutz ausgestatteten Steckdosen in weiter Ferne. Toi, toi, Toi!

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Glücknummer 2: Elli ist ein fröhliches und genügsames Kind. Wenn Mama oder Papa, oder sogar beide da sind, dann ist alles gut. 24h braucht sie um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen, egal ob es zu den Großeltern, Freunden, einem Wochenendtrip oder einem Langzeiturlaub auf die Kanaren geht und diese 24h sind für alle Beteiligten (Mama, Papa, Elli) durchaus anstrengend, aber danach ist alles gut. Ein Kurzbesuch lohnt sich daher nicht so richtig, für einen Langzeiturlaub gehen wir die 24h-Anstrengung gerne ein. Die haben wir übrigens auch, wenn wir nach dem Kurzbesuch wieder nach Hause kommen, da muss sich E dann auch erstmal wieder eingewöhnen…

Glücknummer 3: Elli wurde von Anfang an viel getragen und mag das sehr gerne. Kinderwagen ist zum Schlafen für sie auch ok, aber am Sichersten fühlt sie sich, wenn sie direkt an einem dran ist. Für die Wege hier optimal! Der Kinderwagen, den wir dank der netten Airline kostenlos mitnehmen konnten, wird im Haus als Hochstuhl und Mittagsbett verwendet. Ansonsten sind die kleinen Gassen meistens genauso breit, dass genau 1 Auto hindurch passt – von einem Bordstein wollen wir gar nicht erst sprechen, so kopfsteinpflasterig, dass man beim Geschobenen eine Gehirnerschütterung befürchten muss und natürlich steil und voller Treppen.

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Glücknummer 4: Elli entdeckt gerade kreischen, quietschen und schreien vor Freude – in einer Lautstärke, dass einem die Ohren rasseln. Zu Beginn hätte man das bei ihrem zarten Stimmchen nicht erwartet. Unser Glück: Es ist ein Ferienhaus und weit und breit kann uns niemand hören – die Hotelzimmernachbarn würden mir echt leid tun!

Merke: Beim nächsten Urlaub unbedingt darauf achten, dass das Haus krabbel- und lauffreundlich ist =) Denn dann wird sie das bestimmt schon können. Außerdem bleiben wir defintiv beim Selbstversorgerkonzept – da kann jeder so viel Krach machen wie er will.