JA ABER, Mama traurig, ein Satz mit X, Glück im Unglück…

… dieser Text könnte viele Überschriften habe. Heute ist der 9. Januar 2017 und es war mein zweiter Versuch (in diesem Urlaub) auf den Pico del Teide zu kommen, die Sonne über den Wolken untergehen zu sehen, in die sternenklare Nacht zu tauchen und den Sonnenaufgang auf dem Teide zu erleben. Allein. Das will ich schon sehr sehr lange und meine Hoffnung war groß.*)
Was habe ich mich heute morgen gefreut: Nachdem Aufstehen bin ich schnell zur Plaza gegangen (im Apartment haben wir kein Internet…), habe im öffentlichen Netz geschaut, ob die Seilbahn HEUTE fährt und siehe da: JAAAA! Sie fährt. Da war ich selig. Hab die Tickets für die Seilbahn gekauft und meinen Rucksack gepackt. Wir sind mit dem Auto rauf gefahren und ich war so richtig aufgeregt – Schmetterlinge im Bauch, in dem Format zuletzt bei meiner Hochzeit^^. Meine Vorfreude könnt Ihr Euch nicht vorstellen und dann die große Enttäuschung: Ja, die Seilbahn fährt, aber der Weg von der Bergstation zur Altavistahütte ist gesperrt. Eis und Schnee. OH NO! Himmel, war ich traurig. Gott sei Dank wollten mich die Kinder und Uwe verabschieden und der Seilbahn winken – so waren sie noch nicht wieder abgefahren. Die Übernachtung und die Seilbahnfahrten werden nicht verfallen, meine Chance: jeden Tag im Netz prüfen, ob a) die Seilbahn fährt und b) der Weg zur Hütte frei ist. Dann alle Pläne des Tages umschmeißen, umbuchen und ab nach oben – wenn ich viel Glück habe, wird das noch was, bevor wir in nur 6!!!! Tagen wieder nach Hause fliegen. Wir werden sehen.
Eine sehr nette Mitarbeiterin an der Talstation hat meine Situation verstanden und als Trostpflaster 4 Berg- und Talfahrten spendiert und so sind wir also alle 4 wenigstens mit der Seilbahn auf immerhin 3.555 Meter gefahren.

Eine tolle Geste, ich habe mich sehr gefreut, der Rest der Familie auch 🙂 Eine Genehmigung um ganz rauf zu steigen hatten wir natürlich nicht. Ich war also immer noch nicht ganz oben und übernachtet habe ich im Himmel auch noch nicht, aber zumindest war ich schon mal ziemlich nah dran.

Von der Plattform der Bergstation hat man eine tolle Aussicht:

Trotz allem ein schöner Ausflug…

*) Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich bleib dran….

*~*Feliz Navidad*~*

Liebe Familie, liebe Freunde,

wir wünschen Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Wir genießen die gemeinsame Zeit hier und das wünschen wir auch Euch! Zeit für Euch selbst, Zeit für eure Familien, Zeit für und mit den Menschen, die Euch wichtig sind, Zeit, für die, die sie dringend brauchen.

Alles Liebe wünschen Elli, Anni, Nikki und Uwe
Feliz Navidad!

„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Seneca

Meine Sonnenaufgang-Wanderung war…

… ein Satz mit X. *jammer*

Die Teleferico-Seilbahn war – und ist nach wie vor – geschlossen „wegen der schlechten Wetterbedingungen“ und das will schon was heißen. Der 4-5 stündige Wanderweg wäre offen gewesen, aber das habe ich mir nicht zugetraut. Alleine hochlaufen, an Stellen kraxeln an denen es Steil den Abhang runter geht, mit dünner Luft, starken Windböen und unter Null Grad und dann gilt der Weg auch offiziell als „schwer“, ne, das war eine Vernunftsentscheidung. Auch wenn sie schwer fiel. Heute hätte man dann auch noch wieder runterlaufen müssen, denn die Seilbahn ist immer noch geschlossen. Dazu fehlt mir erstens die Kondition und zweitens der Mut.

Dabei sieht der Teide von unserem Küchenfenster so friedlich aus:

von unserem Küchenfenster

Nächster Versuch: 09. Januar. Vielleicht klappt es ja dann.

Statt auf dem Teide waren wir also gestern in Santa Cruz und ich habe mich über spanische Friseure (4!) und einen hervorragenden Massagesessel beim Haare waschen gefreut 😉

„Der Teideyyyy“

Teneriffa ist schon eine abgefahrene Insel. Geografisch näher an Afrika als am spanischen Festland.

Von sehr sonnig bis regnerisch, viel zu warm bis nasskalt, Wüstengleich, grünes Gebirge, Strände, karge baumfreie Zonen, Urwälder, riesige Wellen, tiefe Schluchten und sogar Schnee kann man hier alles erleben. Das lieben wir und besonders gerne fahren wir rauf zum Pico del Teide, oder „TEIDEYYYY“ – wie Elli sagt. Etwa 1 Stunde braucht man mit dem Auto bis man auf etwas über 2000 m ist. Auf dem Weg da hoch fährt man durch Pinienwälder, durchbricht die Wolkendecke, passiert die letzten Bäume und ist je nach Sonnenstand im Grand Canyon oder auf dem Mond gelandet. Der Sonnenuntergang über den Wolken mit Blick auf die Inseln La Gomera, La Palma und El Hierro ist natürlich der Oberknaller.

Elli hat das Klettern für sich entdeckt und nutzt jede Gelegenheit. Wir waren zusammen beim „Dedo pulgar“ (dem Daumen) auf etwa 2.100 m. Von dort kann man entweder laufen oder mit der Seilbahn auf ca. 3500 m fahren und (mit entsprechender Genehmigung)von dort den Pico del Teide erklimmen.

Von unserem Haus können wir den Teide jeden Tag sehen und ich bange und hoffe, dass es da oben nicht doch noch in den nächsten Tagen schneit. Am 19.12. darf ich auf der Altavista Berghütte (3.260 m) übernachten um am 20.12. den Sonnenaufgang auf dem Teide (3.718 m) zu erleben. Wenn mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht natürlich. Bei Schnee wird alles gesperrt.

Drückt mir die Daumen. =)

P.S.: Auf die Frage „Was ist ein Vulkan?“ hat Uwe wie folgt geantwortet: „Ein Berg, der einen riesigen Pups macht und bei dem Feuer dabei rauskommt.“

P.P.S.: Ein Artikel zum Flug wird noch nachgetragen.

Unsere Reise

6 Wochen haben wir hier Zeit unsere Insel zu genießen. Um das in vollen Zügen auszukosten, sind wir dieses Mal an 3 verschiedenen Orten. Keinen davon haben wir bisher „bewohnt“.

Die erste Woche verbringen wir ganz im Norden, in Punta del Hidalgo. Direkt am Meer, direkt am Berg. Alles grün.

Die Wochen 2, 3 und 4 – einschließlich Weihnachten und Sylvester – verbringen wir in La Victoria de Acentejo. Blick aufs Meer und unseren Lieblingsberg Teide, Mitten im Weinanbaugebiet. Weniger Tourismus.

Die letzten 2 Wochen hoffen wir auf richtig viel Sonne und Wärme in El Medano – im Süden wollen wir vor der Heimreise nochmal so richtig aufwärmen, bevor es wieder zurück in die Kälte geht.