Ein halber Kuchen, eine halbe Kerze…

… lieber Knutschbär, wir gratulieren zu deinem ersten halbjährigen Geburtstag!

Die Zeit mit Dir verging wie im Flug. Von deinem ersten Tag an hast Du mit großen Augen und wachem Geist in die Welt hinausgeschaut. Du hast schon viel erlebt und mitgemacht, bist drei Kleidergrößen entwachsen und wurdest an den unmöglichsten Orten gewickelt. Mit deiner Mimik bringst Du uns stets zum Lachen und mit deinen Äußerungen sagst Du uns mittlerweile ziemlich genau was Du gerade brauchst. Seit ein paar Wochen robbst Du wie ein Weltmeister, das Krabbeln ist nicht fern und dem baldigen Laufen steht nichts im Wege. Es ist toll, dass Du da bist. Du bist das Beste was uns passieren konnte. Wir wünschen Dir von Herzen, dass Du stets die Freiheit und das Rückgrat haben wirst deinen eigenen Weg zu gehen und wir werden Dich nach Kräften und bestem Wissen dabei unterstützen. Du bist ein fröhliches Baby – bleib so fröhlich, neugierig und positiv.

Deine Mama + Papa

Ein halbes Jahr Elli in Bildern:

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Weihnachten unter Palmen (2)

Nach dem Weihnachtsfest wurde bei Spiegel online und bestimmt auch in anderen Medien – wie in jedem Jahr – ein Artikel veröffentlicht, bei denen der alljährliche Wahnsinn zu Weihnachten – Fressen, Saufen, Konsum, Frust – bejammert wurde. Schlusswort: alles doof, nächstes Jahr machen wir es trotzdem wieder so.

Wir wollten es dieses Jahr (2013) einmal anders machen – nicht vordergründig wegen Weihnachten, sondern weil wir zu dritt viel Zeit verbringen wollten, abseits unseres Berliner Alltags und des deutschen Winters. Dass das die Weihnachtszeit eingeschlossen hat – ein bisschen Zufall, ein bisschen Absicht. Einfach mal ausprobieren, ob Weihnachten unter Palmen etwas für uns ist und wie es sich für uns anfühlt an Weihnachten keine 2.500 km im Auto zu verbringen, nicht mehrere Familien in kürzester Zeit anzufahren, nicht überall viel zu viel zu essen und außer dem obligatorischen Weihnachtsnachmittagsspaziergang nichts weiter zu tun. Auch wenn Weihnachten bislang für uns nicht nur “Fressen, Saufen, Konsum und Frust” hieß. Es ist schön unsere Familien an Weihnachten zu sehen, insbesondere, weil sie nicht Tür an Tür mit uns wohnen, aber es war eben doch immer anstrengend – besonders in der Masse. Weihnachten ist für uns – Uwe und mich – kein Kirchenfest, aber es ist ein Familienfest. Wenn ich Ruhe und Zeit habe, dann kümmer ich mich sehr gerne um Geschenke – ein Zeichen für jeden, dass ich an ihn oder sie gedacht habe und er oder sie mir wichtig sind – Partner, Freunde, Familie, Kollegen. Manchmal ist auch nicht wirklich Zeit dafür, dann wird es hektisch und stressig, aber in der Situation dann darauf zu verzichten scheint unmöglich. Die Zeit für Besinnlichkeit bleibt dabei auf der Strecke.

Dieses Jahr ist alles anders – kein Autofahren, kein Vollfressen, kein Geschenkebesorgen. Keiner hat unsere Adresse (reiner Zufall, wir kennen sie auch nicht, nur unseren Längen- und Breitengrad inkl. Wegbeschreibung), allen haben wir gesagt, dass wir keine Geschenke wollen und auch dieses Jahr nichts verschenken werden. Aber: Liebe Freunde, liebe Familie, liebe Kollegen, wir haben an Euch gedacht. Ich bin mir sicher, dass wir dabei keinen vergessen haben und vielleicht habt ihr das gespürt, auch wenn von uns eine Weihnachtsmail, eine SMS, ein Anruf oder ähnliches ausblieb. Die Feiertage haben wir super verbracht: Ausflüge, Karten gespielt, Elli beobachtet und für sie Türmchen gebaut, in der Sonne gesessen, leckeren Fisch gegessen und uns entspannt. Ein Geschenk gab es dann doch: eine Froschhandpuppe.

Weihnachten hat sich für uns verändert. Wir haben ein Gefühl dafür bekommen, wie uns Weihnachten gefällt und werden zukünftig mit Sicherheit weiterhin unseren eigenen Weg finden Weihnachten zu begehen – ohne Stress.
Auch meine Mama (für die ist Weihnachten ein Familien- und Kirchenfest) war am Anfang ein bisschen skeptisch wie sich Weihnachten ohne Schnee, Adventskranz, Weihnachtsbaum und co anfühlen würde, hat sich auf das Experiment eingelassen und ihren eigenen Text dazu verfasst:

“Weihnachten unter Palmen – das konnte ich mir nicht so genau vorstellen. 20 Grad plus, Menschen mit Badehosen am Strand – wie kann man da an Weihnachten denken.
Aber es war ganz anders, Achim und ich besuchten den deutschsprachigen katholischen Gottesdienst am 24. Dezember in Puerto de la Cruz. In der Kirche war jeder Gedanke an draußen verschwunden, zumal wir zu früh waren und noch einem spanischen Chor mit wunderschönen Weihnachtsliedern zuhören durften. Die Predigt hat uns zugesagt und wir haben innerlich ein großes Gefühl von Weite erfahren.
Am Abend waren in unserem Bergdorf Icod die Straßen leer, Weihnachten ist eben auch hier ein Familienfest.
In vielen Teilen der Welt feiern Menschen Weihnachten, dazu braucht man nicht unbedingt Schnee im Allgäu oder Schmuddelwetter in der Heimat. Uns ging es ohne Stress gut.

Wir wünschen allen ein gesundes und friedvolles Jahr 2014.”

Weihnachten unter Palmen (1)

Weihnachten ist in Spanien ein ebenso besonderes Fest wie in Deutschland, auch auf der Sonneninsel Teneriffa. Für die Kinder ist der Höhepunkt “Los Reyes” – das Fest der heiligen drei Könige am 6. Januar. Die Geschenke bringt hier nicht der Weihnachtsmann (Papa Noel), sondern die drei Könige. Der Anblick der Lichterketten und Weihnachtskugeln an den Palmen wirkt für unsere Augen manchmal ein wenig Fehl am Platz, aber auch hier freut man sich auf Weihnachten und dekoriert alle Straßenzüge mit Lichterketten, Figuren und vielem mehr. Ein Highlight ist eine Tankstelle bei Puerto de la Cruz, die jedes Jahr neue Dekorationen aufweist und mit den lebensgroßen, computergesteuerten Eisbären, Rehkitzen und co besonders beliebt ist. Wir haben mal eine kleine Auswahl an Bildern für Euch zusammengestellt:

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Besonders verrückt sind die Kanarier nach den »Belénes« – den Krippen. Überall werden sie ausgestellt, teilweise schon viele Jahrzehnte alt, manchmal in ganz klein, detailverliebt oder rustikal – umwickelt mit Geschenkpapier als Landschaft, manchmal in Lebensgröße auf dem gesamten Marktplatz, selten auch mal mit echten Tieren, manche mit Sounds und Lichteffekten für Tag und Nacht oder fließendem Wasser, realistisch nachgebauten Häusern aus dem eigenen Ort und meistens mit kanarischen Trachten. Die Vielfalt scheint grenzenlos und das Handwerk zur Herstellung dieser Krippen wird meistens schon seit Jahrzehnten von den Eltern an die Kinder weitergegeben. Auch dazu haben wir eine kleine Fotogalerie zusammengestellt:

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Immer wieder Sonntags…

Das Gefühl für Wochentage habe ich längst verloren. Aber wenn Sonntag ist, dann merke ich das sofort. Gestern war es wieder soweit. Dass das so ist, merke ich immer daran, dass die Motorräder aus den Garagen geholt werden und man den Eindruck bekommt am Nürburg Ring zu sitzen. Die Serpentinen auf zwei Rädern lang zu brettern muss viel Spaß machen, aber je öfter ich dieses Geräusch höre, desto mehr schreitet unsere Zeit hier voran. Ich habe es schon viel zu oft gehört…
Es ist jetzt 4 Tage her, dass Elli’s Oma Doro und Opa Achim zu Besuch waren und es wird endlich mal wieder Zeit mehr zu Bloggen. Während dem Besuch sind wir dazu nicht gekommen, es war einfach zu schön seine Zeit mit anderen Dingen zu verbringen – ein kurzer Überblick:

19.12.13 – Ankunft von Oma & Opa in Teneriffa
20.12.13 – Santa Cruz angeschaut, tolle Kunst auf den Wellenbrechersteinen entdeckt
21.12.13 – Weihnachtsmarkt in Icod de los Vinos, DOPPELKOPF
22.12.13 – Wandern nach Garachico
23.12.13 – Ab in den Süden: Strand, Palmen, Meer, Baden im Atlantik, fangfrischer Fisch – ein perfekter Tag
24.12.13 – Entspanntestes Weihnachtsfest ever – Elli wird 5 Monate alt und bekommt ihren ersten Brei, vom restlichen Weihnachtsessen schreib ich lieber nichts… ;-)
25.12.13 – Wanderung mit bester Teide-Sicht: 18 Grad auf über 2000m
26.12.13 – Groooooße Wellen in Garachico und den Tatort aus Weimar gucken
27.12.13 – Elli hat Elternfrei und wir sausen auf Serpentinen durch das Anagagebirge fälschlicherweise an den nördlichsten Punkt der Insel (Uups – eine Geschichte für sich)
28.12.13 – Bauernmarkt, Strand und den ganzen Nachmittag Doppelkopf spielen – yippieyippieyah
29.12.13 – Mama spielt Ukulele, Elli übt robben, Papa liest und Oma & Opa treiben sich auf der Insel rum
30.12.13 – LoroParque in Puerto de la Cruz
31.12.13 – Sonne satt in Orotava und 2013 an dem weißen Teresitas-Strand begießen, Papa geht trotz kaltem Wind im Atlantik baden, Rotwein am Strand, Tapas, Doppelkopf, Feuerwerk und den schönsten und klarsten Sternenhimmel auf dem Dach angucken
01.01.14 – letzter Doppelkopfabend
02.01.14 – Abschiedstag – Wir bringen Oma und Opa zurück zum Flughafen

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Resümee: Toll, dass ihr da wart! Schön war’s! Jetzt freuen wir uns auf den Besuch von Elli’s Paten Anfang Februar. Mit Sicherheit nicht unser letzter Winter, den wir in der Sonne verbringen. ;-)

Feliz año 2014!

Liebe Freunde, liebe Familien, liebe Kollegen, liebe Nachbarn, liebe Sportsfreunde, liebe Leser!

Hoffentlich habt ihr alle die Weihnachtszeit gut überstanden und kommt heute gut ins neue Jahr! Wir wünschen Euch einen guten Rutsch nach 2014 und schöne Fiesta! Wir denken an Euch und wollen auch bald wieder berichten, was wir in der letzten Zeit alles erlebt haben – von ganz anderen Weihnachten, wie Elli es hier findet und was hier sonst noch so passiert!

Ein fröhliches, gesundes und entspanntes 2014 wünschen Euch

Elli, Uwe, Nikki, Doro und Achim

2014